Das Paradebeispiel

 

 

Ich grüße euch liebe Leserinnen und Leser, gestern ereignete sich das, weswegen ich diesen Blog hier ins Leben gerufen habe.

Im Kern soll es ja darum gehen, wie die Frauenwelt mit den Männern, aus purem Egoismus, spielt.

Gestern war solch ein Moment. Ihr erinnert euch doch sicher an „Himmel“, wie wir uns kennenlernten, wie unser Date verlief, was sie in mir ausgelöst hat, welche Signale sie mir sendete und wie es dann doch nichts wurde. Nun, gestern passierte Folgendes:

Ich war mal wieder auf der Plattform unterwegs, auf welcher sich alle elf Minuten jemand frustriert in seine Zimmerecke setzen und heulen möchte. Zwecks der Kommunikation mit einer anderen Dame, hatte ich – mal wieder – einen Zweit-Account angelegt, um aufgrund der fehlenden Premium-Mitgliedschaft mit besagter Dame in Kontakt treten zu können. Einen Tag nach der Erstellung des Accounts – ich schreib mit der neuen Dame bereits über Whatsapp –, sagte mir mein Mailpostfach, dass ich eine neue Nachricht im Postfach habe.

Hmm, komisch, dachte ich. Ich fülle die Profile der Zweit-Accounts nie aus, lediglich nur so weit, dass ich berechtigt bin, zu schreiben. Die Neugierde brachte mich nun wieder in mein Parship-Postfach und was sehe ich da? „Kein Eintrag, 35“, heißt jetzt im Übrigen „Künstlerin, 35“ und sendet eine Nachricht.

*Lach* Okay, sie hätte durchaus darauf kommen können, dass ich das bin. Nun gut, mal gucken was sie möchte.

Aha, viel Blabla und wie toll sie doch den einen Eintrag in meinem Profil findet. Öhm… „ja, ne is klar“, als wenn da was Nennenswertes drinstehen würde, außer dass, ich es mir gut vorstellen könnte, das erste Date im Café oder einer Bar abzuhalten. Sehr innovativ, lockt das die Damen doch reihenweise aus ihren Büschen. Nun gut, ich hatte nun zwei Optionen:

  1. Sie auflaufen lassen und mit ihr spielen, bis Sie von selber darauf kommt wer ich bin.

oder

  1. Sie aufklären wer ich bin, sie fragen, wie es ihr geht und wie es ihr so ergangen ist.

Ich entschied mich für Variante zwei. Ersteres wäre zwar irgendwo ganz witzig gewesen, aber absolut unehrlich und ein Stück weg auch gemein und da ich mich als anständigen Menschen bezeichne….

Als Antwort auf meine Frage kam ein ausführliches „gut“. Nachdem ich nun den Wall of Text von ihr gelesen hatte, wollte ich es aber genau wissen. Ich fragte sie, ob nach all dem, was wir „hatten“, nicht mehr als nur ein „gut“ drin wäre. Und die Antwort war niederschmetternd.

Ich poste den Text hier mal nicht, ich fasse aber mal zusammen.

Es war laut ihrer Antwort alles nur eine große Lüge, eine perfekte Perversion des Marktwertabschätzens, eine Spielerei. Kurzum: eine Verarsche, ein Schlag ins Mark, genau da, wo es weh tut.

Ich konnte kaum glauben, was ich da zu lesen bekam und ich war verletzt und erschüttert zugleich. Das einzig „Gute“ daran ist, dass ich nun ein Paradebeispiel dafür habe, was Frauen mit den Männern anstellen.

Ich möchte dies noch mal verdeutlichen: Nach vielen Jahren des Alleinseins das zweite Date, die zweite Frau die ich kennenlernte, eine Frau bei der ich über alle meine Schatten gesprungen bin, wo ich mich all meinen Ängsten stellte, wo ich mich aus tiefster Seele geöffnet und offenbart habe.. Wer den Eintrag zu Das Date mit „Himmel, 35“ gelesen hat, sollte eine Vorstellung davon haben und wer von euch weiß, wie schwer es ist, sich zu öffnen, noch viel mehr.

Wie scheiße ist das eigentlich? Was treibt einen Menschen dazu, mit einem anderen so dermaßen zu spielen, ihn so zu belügen und zu verletzen? Ich kann meinen „Unmut“ darüber kaum in Worte fassen. Das verletzt sein ist ja eine Sache, aber was noch weitaus schwerer wiegt, sind die Konsequenzen daraus. Was bedeutet dies nun für mich, welche Auswirkungen hat/kann es auf mein Verhalten bei zukünftigen Kontakten und Dates haben? Die Frage allein macht mir Angst, kenne ich doch die Antwort darauf recht gut: Ich werde in Zukunft wohl weitaus vorsichtiger sein, was das „sich öffnen“ angeht, was wiederum zur Folge hat, dass ich bei der Kommunikation wesentlich distanzierter sein werde.

Ärgerlich. Denn Frau wünscht sich doch einen fröhlichen, offenen und ehrlichen Datepartner, aber wie soll Man(n) den Spagat schaffen? Das ist die eine Kehrseite die andere ist dabei, für mich persönlich, noch weitaus schlimmer: Das Vertrauen in die eigenen Gefühle, das Interpretieren von Signalen des Gegenübers.

Unbestreitbar ist, dass alles, was ich gefühlt habe, echt war, es jedoch alles auf einer Lüge basiert. Ich hätte es doch irgendwo merken müssen, oder nicht? Auch wenn der „Fehler“ nicht bei mir zu suchen ist, stelle ich mir diese Fragen. Wie schaut es mit künftigen Dates aus? Mein Datepartner und ich haben Spaß, es war ein toller Abend, aber anstatt mit einem breiten Grinsen nach Hause zu fahren, darf man sich nun den Kopf zerbrechen, ob das nicht schon wieder nur eine Verarsche war. Waren die Signale echt oder ebenfalls nur eine Lüge? Selbst, wenn man sich mit einem innigen Kuss verabschieden oder gar gemeinsam für die Nacht das Bett teilen würde, könnte Man(n) sich nicht sicher sein. Es ist „fantastisch“, wie viel nur eine Frau mit ihrem abgefuckten Verhalten, bei einem anderen Menschen kaputtmachen kann. Die Folgen könnten noch weitaus schlimmer sein, dazu ein gaaaanz kleines Gedankenspiel.

Chris lernt nun nach 10,59 Minuten auf Parship eine Dame kennen. Chris ist nun etwas verschlossener und distanzierter, aber trotzdem findet die Dame ihn ganz nett. Es kommt zu einem Date. Da sitzen sie nun, die beiden Turteltauben, die eine total offen und wundervoll und der andere steif und ängstlich, in dem kläglichen Versuch, sich nichts anmerken zu lassen.

Egal wie gut Man(n) schauspielert, die Frau merkt das! Der Abend verläuft „gut“ und man verabschiedet sich mit einer Umarmung oder so. Am nächsten Tag dann die Nachricht das man doch nicht so ihr Typ ist. Und jetzt kommt der Teil wo wir uns mal gaaaaz weit aus dem Fenster lehnen. Klein Chris und die Dame waren eigentlich wie füreinander gemacht, nur konnte Chris nicht zeigen, was für ein toller Hecht er ist. Ende vom Lied, zwei Menschen die glücklich hätten werden können/sollen, gehen getrennte Wege und stochern weiter im Sperrmüllhaufen des Online-Datings.

Und das alles nur wegen dem miesen Verhalten einer Frau! Es hat Auswirkungen auf alle Geschlechter. Der Vergleich hinkt nicht, denn diese fiktive Frau leidet ebenso unter den Konsequenzen, die sich aus solch einem Verhalten ergeben, nur weiß sie nicht, wo es herkommt. Frustriert wird sie immer wieder auf solche Männer treffen und sich die allzu oft gestellte Frage stellen: „Gibt es da draußen denn keine vernünftigen Kerle?“

 

Ich habe in den letzten Wochen viel Zeit damit verbracht, mich mit Männern und Frauen zu unterhalten die Online-Dating betreiben. Primär wollte ich von den Männern wissen, ob sie so ein Pimmelbildverschicker sind und wenn ja, warum?

Interessanter Weise hat NICHT EINER (sofern man ihnen Glauben schenken kann) von vornherein seine Kampflanze im .jpg-Format versendet. Alle berichteten von ähnlichen Ereignissen bzw. sich ähnelnden Situationen. Sie fingen anständig an, wurden durch Spielereien immer wieder verletzt und verarscht. Irgendwann sagten sie sich: „Dann such ich mir eben nur was zum Ficken. Wenn sie mich dann blöde anmachen, weiß ich wenigstens warum.“. „Faszinierend“ würde Mr. Spock jetzt sagen, leider traurig. Kann das wirklich sein, züchten sich die Frauen die Pimmelbildarschlöcher und die unfreundlichen und „unvernünftigen“ Kerle wirklich selber und merken es nicht einmal?

Ich glaube so ist es!

Die Frauen, mit denen ich mich so unterhalten habe, sangen stets das alte Lied der bösen, perversen Männer. Was soll ich dazu noch groß sagen, liebe Damen?

Was nun, was werde ich nun nach dem Erlebnis machen? Gute Frage. Ich denke das einzig Richtige: weitermachen und sich selbst treu bleiben. Aufstehen, den Kragen richten und mit der anderen Dame von Parship (wegen derer ich ja den Zweit-Account erstellt habe) versuchen, das Beste daraus zu machen und hoffen, dass einem keine neuen Ängste im Weg stehen.

 

Zum Schluss bleibt mir nur eines zu sagen:

 

„Liebe“ Himmel, bitte verkriech dich in deiner Wohnung und versau anständigen Menschen nicht ihr potenzielles Glück. Also FICK DICH, bitte!

Das Paradebeispiel

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