Nachdem Daisy und ich uns einig waren, auf der Suche nach etwas Festem zu sein und sie die Frage, ob sie denn schon bereit ist für etwas Neues sei, mit einem klaren „Ja“ beantwortet hatte, fingen wir an zu schreiben. Na ja, nicht wir, sondern ich. Der Anfang gestaltete sich doch sehr schwierig, auf längere Texte bekam ich, wenn überhaupt, nur kurze und sehr knappe Antworten. Ich war etwas verwundert über ihr Verhalten und fragte nach. Die Antwort kam prompt, öhm, also ca. 24 Stunden später oder so, aber man hat es ja auch nicht eilig. Sie hätte viel zu tun und es ginge ihr gerade nicht so gut. Hmm, ok, dann glauben wir ihr das Mal und ignorieren einfach, dass die Frau fast permanent auf Lovoo online ist. Ich reduzierte mein Schreiben auf ein „Guten Morgen“ und „Guten Abend“, entweder eine Antwort kommt oder eben nicht.

Nach dem ersten Wochenende unseres Kennenlernens meldete sie sich recht fröhlich und entschuldigte sich aufrichtig für ihr Verhalten. Gut, dachte ich, kann ja immer was sein und so war es wohl auch. Ihr zukünftiger Ex-Mann, der das neue Auto samt bester Freundin gleich mitgenommen hatte, wir erinnern uns, fing nun an, die Kinder als „Spielzeug“ für den Ehekrach zu benutzen bzw. begann der Streit um das leidige Thema des Unterhalts. Daisy nahm das alles ziemlich mit und sie gönnte sich einen Abend mit ihrer neuen besten Freundin. Auch nach dieser Info wollten sich meine Alarmglocken nicht abschalten lassen, ich blieb wachsam, aber offen. Unsere Texte wurden dann recht sachlich, die „Anforderungen“ an einen künftigen Partner wurden ausgetauscht und es schien zu passen. Der Grundstein war gelegt, ich informierte mich über ihren Alltag, ihre Kinder, was der künftige Ex-Ehemann so alles Böses getan hatte etc. pp.

So recht wollte sie trotzdem nicht auftauen, ich warf vorsichtig die ersten Komplimente in den Raum, um das Eis zu brechen und um die Stimmung etwas zu lockern. Erfolg! Sie tauschte ein paar ihrer Bilder gegen neue aus, was mir natürlich sofort auffiel und worauf ich ihr ein Kompliment über das Bein in der Badewanne machte. Ich fragte aber auch, warum sie das Bild mit dem Zungenpiercing herausgenommen hatte, es hatte etwas neckisches, verspieltes. Sie meinte, es sei ihr zu gewagt. Ich musste lachen denn, sie nimmt das Piercingbild raus und ersetzt es durch ein Bein im Schaumbad. Ok, es war ein schönes Bein und da konnte die Zunge nun wirklich nicht mithalten. Natürlich teilte ich ihr meine Einschätzung dazu mit. Sie war sichtlich angetan von meiner Art ihr Komplimente zu machen. Ich muss dazu erwähnen, Komplimente sind von mir immer ehrlich gemeint und werden nicht als Werkzeug missbraucht. Obwohl ein gutes Kompliment an der richtigen Stelle, durchaus seinen Zweck erfüllt. Auf dieser Ebene ging es einige Tage weiter, auch das Thema Date wurde mehrfach erwähnt, im Großen und Ganzen war ich guter Dinge.

Doch dann, eines Tages, wir schrieben wieder viel hin und her, musste ich dann doch noch einmal nachfragen, ob sie denn überhaupt bereit für etwas Neues sei:

 

 

<Viel privater Kram>.  Bist du bei all dem Stress und die ja noch nicht allzu lange zurückliegende Trennung überhaupt bereit für einen neuen Partner?

 

Danke für deine lieben Worte….Ich kann dir noch nicht sagen ob ich schon bereit bin für eine Partnerschaft…Ich versuche mich einfach auch abzulenken und zu schauen was passieren kann oder auch nicht….

Aha, die exakt gleiche Frage habe ich ihr in den ersten drei Sätzen gestellt und Sie hat sie mit einem klaren JA beantwortet und nun so!? Aber warum das? Hat sie absichtlich ein falsches Spiel gespielt und sich jetzt verplappert? Nein, ich denke nicht. Zumindest nicht absichtlich. Sie wusste selber einfach nicht, wo sie steht und was sie will, ich mache ihr daher absolut keinen Vorwurf. Dennoch zeigt es und das ist der einzige Grund warum Daisy einen Platz in meinen Blog bekommt, dass sich viele Frauen einfach gar nicht sicher sind, was sie überhaupt wollen, werfen sich aber auf den Markt. Ihr selber war überhaupt nicht bewusst, dass sie ihren „Marktwert“ abschätzen lässt, um ihre Seele zu verarzten. Leider änderte es rein gar nichts und macht es gegenüber den anderen Frauen, die dies mutwillig tun, auch nicht besser. Die Konsequenzen bleiben dieselben.

Ich teilte Daisy meine Bedenken darüber mit und überließ es ihr, ob wir weiter Kontakt haben oder nicht. Sie entschied, mit sehr lieben Worten muss man sagen, dass es mir gegenüber nicht fair wäre. Ich bedankte mich bei ihr und gab ihr noch den Rat mit auf dem Weg, sich erst über sich selbst klar zu werden, bevor sie Männern unwissentlich vor den Kopf stößt. Natürlich drückte ich mich etwas besser und einfühlsamer aus, als ich es hier gerade tue.

Aber, Frau hat ihren eigenen Kopf und zieht, bis heute, ihr Ding weiter durch, welche Konsequenzen dies auf Männer und andere Frauen haben kann, habe ich in diesem Artikel erwähnt.

 

Und das ist genau das, was ich meine, viele Frauen sind sich ihrer Taten nicht einmal bewusst und jammern dann, dass sie zig anzügliche Fotos am Tag bekommen.

 

 

Wir Männer sind schon Schweine…

 

Der Kontakt mit „Daisy, 35“

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