Kommen wir zur zweiten Dame die ich online kennenlernte. Ich nenne sie hier „Himmel“, denn für mich war/ist sie es.

Himmel ist eine Frau, die sich unter enormen Kraftanstrengungen aus dem elterlichen Heim lösen konnte. Aus Respekt soll das alles in Information hierzu sein. Sie verliebte sich in den erstbesten Mann und interpretierte sein herrisches Verhalten als Liebe. Aus ihrer damaligen Sicht ergab das Sinn und ihre Gefühle zu ihm waren so stark dass Sie ihn dann auch heiratete. Alsbald wurde ein Kind geboren und das „Glück“ schien perfekt, bis sie allmählich merkte dass es keine Liebe war, sondern sein herrisches Verhalten, seine Dominanz oder „Unterjochung“. Nicht die Kraft, aus Angst und wegen dem Kind, hielt sie an der Ehe fest. Die Jahre vergingen in dem Zustand, dennoch wurde ein zweites Kind gezeugt. In dem glauben dass dann alles besser wird? Sie hat es mir gesagt aber ich weiß es nicht mehr. Wieder vergingen die Jahre, die Ehe besserte sich nicht und immer stärker wurde der Drang nach wahrer Liebe, einen echten, eigenen, freien Leben. Sie versuchte sich von ihm zu trennen, leider hatte sie nicht genug Kraft dafür und blieb, auch die zwei Kinder spielten dabei eine mehr als große Rolle. Mitte letzten Jahres war es dann soweit. Sie zog aus! Aber nicht unvorbereitet, sie mietete eine Wohnung, brachte nach und nach ihr Hab und Gut in „Sicherheit“, redete mit Anwälten bezüglich der Kinder und was er ihr zu raten hatte, muss für sie so unvorstellbar schmerzhaft gewesen sein dass ich, als nicht Vater, es nicht in Worte fassen könnte. Wenn sie geht, dann ohne die Kinder! Auch hier halte ich die Gründe aus Respekt zurück. Aber ich kann versichern dass es die einzig richtige Entscheidung war. Auch in meiner Gedankenwelt kam eine Mutter anfänglich nicht gut dabei weg, wenn sie zwei Kinder hat die nicht bei ihrer Mutter leben. Aber als sie mir ihre Geschichte dazu erzählte, änderte sich meine Meinung schlagartig und ich entwickelte sogar Anerkennung.  Mit dem Gedanken muss sich eine Mutter erst einmal „anfreunden“, gehe ich den nötigen Schritt in ein neues, glücklicheres, freies Leben aber ohne die eigenen Kinder im Haushalt, oder bleibe ich, verzichte auf mein Leben, mein Glück? Die Wahrheit ist, dass die Trennung der einzig richtige Weg war, den Kindern geht es, soweit mir bekannt, gut. Himmel sagte mir mal,

„Wenn er nur ein halb so guter Ehemann gewesen wäre wie er Vater ist, wäre ich nicht gegangen.“

Eine, in meinen Augen sehr traurige Erkenntnis, aber auch eine die den Schritt ertragbar macht, auch weil der Kontakt zu den Kindern weiterhin besteht und sie nicht als Spielball benutzt werden.

Was drückt die Ausgangssituation besser aus als Bruce Springsteen’s Song „a good Man is hard to find“?

a good Man is hard to find: Deutsche Übersetzng SelectShow

 

Noch während ich mit Sahra zu Gange war, meldete sich „kein Eintrag, 35“ bei mir auf Parship, der Plattform wo alle elf Minuten noch immer nichts passiert. Sie fand meinen Profiltext recht ansprechend, ein Text wo ich mich „verkaufe“ wie ein sprachgesteuertes Stück Hardware eines Internetriesen der wohl im Amazonas beheimatet ist.

Wie wir Kontakt aufnahmen, welche Hindernisse wir dabei hatten und warum ich sie „Himmel“ nenne, erfährst du im nächsten Beitrag.

„Himmel, 35“

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3 Gedanken zu „„Himmel, 35“

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